| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 02.11.2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 4 Änderungsanträge Landtagswahlprogramm |
| Antragsteller*in: | Grüne Jugend Köln (dort beschlossen am: 25.10.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 25.10.2026, 21:35 |
ÄA-16: Digitale Bildung landesweit denken
Antragstext
Der Kreisverband Köln reicht folgenden Änderungsantrag zum Landtagswahlprogramm
für die Landesdelegiertenkonferenz vom 13. bis 15.11.2026 ein.
In WP-03: „Ein Land der Chancen“ wird der in Zeile 543 beginnende Absatz
“Digitale Bildung darf nicht vom Wohnort, der Schulform oder dem Schulträger
abhängen. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Schüler*innen und Lehrkräfte in
NRW dauerhaft Zugang zu funktionierender technischer Infrastruktur sowie
sicheren, datenschutzgerechten und kostenfreien digitalen Bildungswerkzeugen
erhalten. Wir sorgen dafür, dass informationstechnische Grundlagen und eine
kritisch-reflektierte KI-Grundbildung allen zugänglich werden. Wir wollen, dass
jedes Kind und jede Lehrkraft ein digitales Endgerät hat und wollen die Kommunen
auf diesem Weg begleiten. Dazu gehören auch ein Glasfaseranschluss mit
mindestens 1 GBit/s symmetrisch, leistungsfähiges WLAN und IT-Assistenz vor Ort.
Mit den Städten und Gemeinden entwickeln wir die Lernmittelfreiheit weiter und
öffnen sie für neue digitale Inhalte und Anbieter. Digitale Werkzeuge helfen uns
zudem, Bildungsqualität sichtbar zu machen: Wir bauen ein durchgängiges
Bildungsmonitoring auf, das individuelle Lernverläufe in den Blick nimmt und als
verlässliche Grundlage für politische wie pädagogische Entscheidungen dient. So
steuern wir Bildung datengestützt und systematisch weiter, statt sie nur zu
verwalten.”
durch folgenden Absatz ersetzt:
„Digitale Bildung darf nicht vom Wohnort, der Schulform oder dem Schulträger
abhängen. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Schüler*innen und Lehrkräfte in
NRW dauerhaft Zugang zu funktionierender technischer Infrastruktur sowie
sicheren, datenschutzgerechten und kostenfreien digitalen Bildungswerkzeugen
erhalten. Die im Bildungswesen eingesetzten Digitalsysteme und die
Betriebssysteme der Schulcomputer sollen quelloffen sein. Wir sorgen dafür, dass
informationstechnische Grundlagen und eine kritisch-reflektierte KI-Grundbildung
allen zugänglich werden. Wir wollen bei frühkindlicher Bildung einen Fokus auf
analoges Lernen legen. Den flächendeckenden Einsatz von persönlichen digitalen
Endgeräten wollen wir erst ab der 8. Klasse erlauben. Soweit flächendeckend
persönliche digitale Endgeräte zum Einsatz kommen, soll jedes Kind und jede
Lehrkraft ein digitales Endgerät haben. Wir wollen soweit wie rechtlich möglich
Standards durch das Land setzen und darüber hinaus die Kommunen bestmöglich
unterstützen. Wir stärken digitale Souveränität durch eine Breite Gerätevielfalt
und eine Vielfalt von Betriebssystemen. Die Einbindung vorhandener privater
Endgeräte aller Betriebssysteme ermöglichen wir. Gleichzeitig ermöglichen wir
auch die Wahl, ob statt eines privaten Geräts ein vom Land geliehenes Gerät für
die Ausbildungsdauer zur Verfügung gestellt wird. Wir stärken den Einsatz von
Laptops mit Tastatur. Lösungen, die Familien drängen, Geräte eines bestimmten
Herstellers oder Betriebssystems zu kaufen, lehnen wir ab. Um reibungsfreien
digitalen Unterricht zu ermöglichen muss ein Glasfaseranschluss mit mindestens 1
GBit/s symmetrisch, leistungsfähiges WLAN und IT-Assistenz vor Ort
sichergestellt werden. Mit den Städten und Gemeinden entwickeln wir die
Lernmittelfreiheit weiter und öffnen sie für neue digitale Inhalte und
Anbieter*innen, wobei wir insbesondere auf Open Educational Resources (OER)
setzen. Digitale Werkzeuge helfen uns zudem, Bildungsqualität sichtbar zu
machen: Wir bauen ein durchgängiges
Bildungsmonitoring auf, das individuelle Lernverläufe in den Blick nimmt und als
verlässliche Grundlage für politische wie pädagogische Entscheidungen dient. So
steuern wir Bildung datengestützt und systematisch weiter, statt sie nur zu
verwalten.“
Begründung
Mit Beschluss der KMV vom 13.04.26 setzen wir uns als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Köln ausdrücklich für eine systemoffene und am Lernerfolg orientierte, evidenzbasierte, Digitalisierungsstrategie in Schulen ein. Eine solche Digitalisierung sollte landesweit vorangetrieben werden, um teure und möglicherweise unzureichende kommunale Insellösungen zu verhindern.
Zustimmung
- Vanessa Wittemann
- Heike Roebers
- Katja Mentz
- Salvatore Mancuso
- Maximilian Vogel
- Klaus Dölken
- Ragna Kirck
- Marius Kusch
- Anna Daphne Bamidis
- Luca Friedrich Hüllenkremer
- Reinhold Mentzel
- Alyssa Ammelung
- Jörg Nußbaumer
- Yasemin Dogan
- Valentina Maria Sophie Grisanti
- Isabel Klar
- Finn Ibold
- Kevin Liebig
- Til Steffens
- Allen Khaleel
- Stephan Eckstein
- Jan Eckerlin
- Lis Dagny Ohlsen
- Jasper Schilder
- Maya-Rosalie Wolfrum
- Amana Pak
- Peter Eisenhofer
- Svenja Bolldorf
- Reinhold Goss
- Nadine Löppenberg
- Melanie Tschernach
- Michelle Achour
- Donna Gödde
- Marc Kersten
- Christiane Klingenburg-Steinhausen
- Silke Stegemann
- Inpayogi Yogendran
- Sabine Sedlaczek
- Sabine Keller
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