| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 02.11.2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 4 Änderungsanträge Landtagswahlprogramm |
| Antragsteller*in: | AK Bildung (dort beschlossen am: 22.10.2026) |
| Status: | Zurückgezogen (unsichtbar) |
| Eingereicht: | 25.10.2026, 13:16 |
ÄA-09: Grundschulzeit am individuellen Bedarf des Kindes ausrichten - nicht am Sozialindex der Schule
Antragstext
Der Kreisverband Köln reicht folgenden Änderungsantrag zum Landtagswahlprogramm
für die Landesdelegiertenkonferenz vom 13. bis 15.11.2026 ein:
WP-03 "Ein Land der Chancen" wird in Zeile 278ff. die folgende Formulierung
gestrichen:
"Dazu gehört auch, dass Grundschulen mit hohem Sozialindex die Schulzeit
flexibel auf fünf statt vier Jahre verteilen können, wenn das dem Lerntempo der
Kinder entspricht."
Begründung
Eine längere Grundschulzeit muss immer anhand der individuellen Bedarfen des Kindes entschieden werden. Bereits jetzt können Schüler:innen länger in der Schuleingangphase verbleiben. Bei der aktuellen Formulierung ist unklar, ob die Entscheidung über die Länge der Grundschulzeit auf individueller Ebene weiterhin gewährleistet sein wird. Wie eine flexible Aufteilung auf 5 Jahre erfolgen soll bleibt in der Forderung unklar. Wahrscheinlicher ist, dass Grundschulen mit hohem Sozialindex auf der Schulebene entscheiden würden, die Lerninhalte auf 5 Jahre zu verteilen. So würden wir eine weitere Grundschulform "5-jährige Grundschule” für Kindern aus benachteiligten Familien schaffen. Grundschulzeit hängt dann vor allem vom Sozialindex des Wohnorts ab und eben nicht von den Bedarfen des Kindes.
Längere Grundschulzeit darf aber eben nicht von der Lage der Schule/Schulzusammensetzung/sozialer Herkunft abhängen und auf Schulebene entschieden werden, sondern muss sich an den individuellen Bedarfen des Kindes orientieren. Daher sollte diese Forderung gestrichen werden.
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